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Wie funktioniert der Lernprozeß nach der Grinberg Methode?

In den ersten Sitzungen berühre ich über-wiegend den Fokus, d.h., den Bereich im Körper, wo sich die Beschwerden befinden. Der Klient hat die Aufgabe, sehr aufmerksam auf sein Symptom zu achten, genau zu beschreiben, wie es sich anfühlt und zu bemerken, ob sich am Symptom etwas verändert, und auch, wo er im Körper noch Veränderungen wahrnehmen kann. D.h., er lernt durch diese körperliche Beobachtung, wie z.B. seine Kopfschmer-zen damit zusammen hängen, daß er seine Schultern anspannt. Und in der Fußanalyse hatten wir z.B. herausgefunden, daß er sich immer dann sehr anstrengt und anspannt, wenn er jemandem gefallen möchte - aber ei-gentlich von sich denkt, sowieso nicht gut zu sein. D.h. der Kopfschmerz hängt mit dieser festen Meinung von sich selbst zusammen.

Auf körperlicher Ebene lernt der Klient, die Verspannungen genau zu lokalisieren, sie bewußt anzuspannen und loszulassen. Und nach und nach wird er noch aufmerksamer und erfährt, was in dieser angespannten

Situation sonst noch passiert im Körper. Wenn der Klient gelernt hat, alle Einzelheiten seiner Reaktion auf sein Verhaltensmuster bei Streß im Körper zu spüren, und diesen Zustand mit meiner Hilfe auf dem "Tisch" bewußt erzeugen und beenden kann, kann er ihn auch bewußt im alltäglichen Leben beenden.

Während dieses Lernprozesses mit der Grinberg Methode verbessert sich auch die Lebens-qualität der Klienten, sie können besser ent-spannen, sind ruhiger im Kopf, können mehr Spaß und Freude erleben, entwickeln mehr Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit u.v.m.

Was bedeutet es praktisch, einen Grinberg Lern-Prozeß zu machen?

Der Klient/die Klientin kommt normalerweise einmal pro Woche für eine Einzelsitzung (60 Min.) zu mir. Zu Beginn setzt er/sie sich auf den Behandlungstisch und ich schaue mir an seinen/ihren Füßen an, ob sich Veränderungen zeigen, denn jede Veränderung ist an den Füßen zu sehen. Zuerst besprechen wir, was sich am Symptom und dem typischen Verhaltens- muster in der typischen Situation verändert hat. Dann arbeite ich ca. 30 – 40 Minuten mit verschiedenen Massage-, Berührungs- Atem- und Bewegungstechniken am Körper.

Anschließend folgt eine 10-minütige Ruhepause. Ich decke ihn mit einer Decke zu und lasse ihn allein. Anschließend frage ich ihn nach Körperempfindungen u. ä., die er gespürt hat oder die sich verändert haben.

 

Die Häufigkeit der Sitzungen die und Dauer eines Prozesses sind absout variabel und richten sich nach den Bedürfnissen des/der Klient/in.